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WP 1: Biodiversity

Abbildung 1: Veränderung von Produktivität (A) und Artenreichtum (B) mit dem Einfluss des Klimawandels. Mit zunehmender Temperatur (von links nach rechts auf der jeweiligen x-Achse) nimmt die Produktivität zu, solange Niederschlag nicht limitierend wirkt (Bayreuth) wohingegen die Artenanzahl konstant abnimmt
Abbildung 2: Praktische Feldarbeiten im subalpinen und sehr Artenreichen Alpenland zur Untersuchung von klimatischen und landwirtschaftlichen Effekten auf das charakteristische Habitat

Der Einfluss von Klimaerwärmung auf Produktivität und Artengesellschaft ist abhängig von den jeweiligen Niederschlagsbedingungen (Abb. 1). Mit zunehmender Temperatur und nicht drastisch weniger Niederschlag nahm die Produktivität zu, jedoch sank die Produktivität unter Trockenstress. Im Gegensatz zur Produktivität nahm die Artenvielfalt unabhängig von den Niederschlagsbedingungen mit zunehmender Erwärmung ab. Am stärksten nahm die Artenvielfalt in den zunehmend von Gräsern dominierten Gesellschaften ab.

Der gekoppelte Einfluss von Klimawandel und verschiedenen Landnutzungsregimen zeigte, dass eine intensive Bewirtschaftung montaner Grasländer unter guten (bzw. normalen) Bedingungen den höchsten Ertrag bringt, jedoch ist diese Bewirtschaftungsform anfällig gegenüber z.B Trockenheit. Im Gegensatz dazu liefert eine geringere Schnittfrequenz (und damit auch geringerer Eingriff in das Ökosystem) der extensiven Bewirtschaftungsform selbst in einem außergewöhnlich trockenen Jahr einen konstanten Ertrag. Eine häufige Düngung führt zu erhöhter Futterqualität, im speziellem zu erhöhtem Blattstickstoffgehalt.

Die hoch in den Bergen liegenden Sommer-Almen weisen, im Vergleich zu den stärker landwirtschaftlich beeinflussten Grünländern der unteren Hang- und Talregionen, eine sehr hohe Biodiversität auf. Es gilt in der Zukunft zu untersuchen, ob eine schonende Bewirtschaftung (z.B. ein extensives Mahdregime oder geringe Beweidungsintensität) dieser hoch gelegenen Almen den Erhalt der Biodiversität fördert.