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Versetzen der Bodenkerne

 

Das Ziel des SUSAPLS-Projekts ist die Vertiefung unseres Wissens über die Auswirkungen derzeitiger und zukünftiger Klima- und Bewirtschaftungsbedingungen auf wichtige Ökosystemfunktionen von Grünlandböden.

Klimaprojektionen zeigen, dass die mittleren Temperaturen steigen werden und länger anhaltende Perioden ohne Niederschlag zunehmen werden. Um die Ökosystemfunktionen der Grünlandböden unter zukünftigen Klimabedingungen studieren zu können werden in SUSALPS Bodenkerne von höher gelegenen Grünlandflächen zu niedriger gelegenen Flächen versetzt. Da mit sinkender Höhe über dem Meeresspiegel die Temperatur zunimmt und die Menge des Niederschlag abnimmt, stellt die Versetzung eines Bodenkerns eine Analogie der Klimaänderung dar ("space for time experiment"). Bodenkerne wurden auf den Grünlandstandorten Esterberg (1260 m), Graswang (850 m), Fendt (600 m) und Bayreuth (340 m) entnommen. 

Die verwendeten Bodenkerne haben einen Durchmesser von 30 cm. Die Höhe der Bodenkerne hängt von der Mächtigkeit des Bodens ab und betrug auf Grund des flachgründigen Bodens auf der Fläche Esterberg nur 25 cm, wohingegen an allen anderen beprobten Flächen 40 cm hohe Bodenkerne entnommen werden konnten.

Die Hülsen der Bodenkerne wurden mit Hilfe eines Stampfers in den Boden eingebracht und anschließend mit einem Minibagger, an dessen Anbaugerät eine eigens hergestellte Schneidevorrichtung angebracht worden war, ausgestochen.

In einer konzertierten Aktion aller beteiligter Projektpartner wurden während des Ausstechens zwischen den Bodenkernen Bodenproben entnommen, die Kerne an ihre jeweiligen Bestimmungsorte verbracht und dort wieder eingebaut.